Suchet zuerst Gottes Reich in dieser Welt
Gesangbuch der Evangelisch-methodistischen Kirche, Nr. 319
Evangelisches Gesangbuch, Nr. 182
Karina Schaar, Gesang
Benedikt Baum, Gesang
Mirjam Minor, Englischhorn
Michael Braaz, Klavier
Gedanken zum Text
Das englische Lied "Seek ye first the kingdom of the Lord" von Karen Lafferty bildet die Grundlage der deutschen Übersetzung.
 
In der ersten Strophe erklingt das "Halleluja" zehnmal.
Die Strophen zwei bis vier reflektieren Worte der Bergpredigt:
2.Str. Matthäus 6,33 (Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes...)
3.Str. Matthäus 7,7 (Bittet, so wird euch gegeben...)
4.Str. Matthäus 5,16 (Lasst euer Licht leuchten vor den Leuten...)
 
Die fünfte Strophe bezieht sich auf 1. Korinther 12,13 (Wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft.)
Die sechste Strophe knüpft an die vorangehende an mit einem Bild aus der Abendmahlsliturgie der Zwölfapostellehre: "Wie dies gebrochene Brot zerstreut war auf den Bergen und zusammengebracht eins wurde, so werde auch deine Kirche von den Enden der Erde zusammengebracht in dein Reich."
Suchet zuerst Gottes Reich in dieser Welt

Der Liedtext ist urheberrechtlich geschützt und kann nicht dargestellt werden.


Diese sechs Strophen sind eine Übertragung aus dem Englischen.
 
Der Freiburger Pfarrer Gerhard Hopfer fügte drei weitere Strophen hinzu, die den besonderen Festen des Kirchenjahres gewidmet sind:
7.Str. Weihnachten
8.Str. Ostern
9.Str. Pfingsten
 
In vielen Gesangbüchern sind nur die Strophen 1 bis 4 zu finden.
 
Dies ist ein Lied, das vom alltäglichen Geschehen wegzulenken scheint auf das "Reich Gottes", das der Christ suchen soll. Allerdings soll er oder sie es in "dieser Welt" suchen, im Hier und Heute.

 

Die Melodie ist urheberrechtlich geschützt und kann nicht dargestellt werden.

Suchet zuerst Gottes Reich in dieser Welt
Gedanken zur Melodie
Hauptstimme und Träger des Textes der zweistimmigen Melodie ist die Unterstimme.
 
Diese Hauptmelodie ist zweiteilig angelegt. Der erste Teil verweilt auf der Dominante (fünfte Stufe), der zweite schließt mit der Tonika (Grundton). Beide Melodieabschnitte unterscheiden sich nur in der Schlussnote.
 
Zu den bewegten Achtelnoten der Hauptstimme kontrastiert die Oberstimme aus überwiegend halben Noten und vermittelt Ruhe und Gelassenheit.
Sie gibt dem Ganzen eine strahlende Zuversicht und Hoffnung.
 
Quartintervalle werden abwärts durchmessen, und im ersten Oberstimmenteil federt die Bewegung auf die Dominante zurück. Nach dem zweiten Abstieg erhebt sie sich noch einmal und endet im Ausgangston.
 
Dieser Gesang ist von rhythmischem Leben erfüllt und lässt Freude am zweistimmigen Singen entdecken und entwickeln.