Herr, dich loben die Geschöpfe


Gedanken zur Melodie
Johann Crüger schrieb 1653 die Melodie und orientierte sich an Psalm 47 des Genfer Psalters, einer Weise von Louis Bourgeois von 1551.

Kennzeichen der Psalmweisen ist die Beschränkung auf zwei Notenwerte, in unserem Lied auf "Halbe" und "Viertel".

Mit der Quinte (5. Ton über dem Grundton), der Grundtonart F-Dur fällt die Melodie in zwei Sprüngen auf den Grundton und die erste (dritte) Zeile endet auf der Terz (3. Ton über dem Grundton).

Alle weiteren Zeilen beginnen mit einer Pause, die der Strophe eine klare Gliederung geben.

Nach der Wiederholung steigt die Melodie empor und erreicht den Spitzenton. Großartig werden die zugehörigen Textzeilen der Strophen durch diesen Anstieg zum "Leuchten" gebracht.

Die Schlusszeile "alle Schöpfung lobt den Herrn" ist in allen Strophen gleich, sie mündet in den Grundton zurück und gibt jeder Strophe eine prägende Gestalt.

Ornament