Der Himmel, der ist
Gesangbuch der Evangelisch-methodistischen Kirche, Nr. 671
Evangelisches Gesangbuch, Nr. 153
Gesangb. der Ev.-ref. Kirchen der deutschspr. Schweiz, Nr. 867
Kath. Kirchengesangbuch der deutschspr. Schweiz, Nr. 507
Karl-Martin Unrath, Gesang
Michael Braaz, Klavier
Gedanken zum Text
Ein Hoffnungslied in den Umbrüchen unserer Tage.
 
Aus biblischer Hoffnung geboren, in klare, ungereimte Sprache gefasst.
 
Das Lied ermutigt, wider Resignation und Trostlosigkeit anzusingen.
 
Der Himmel, der ist, ist nicht der Himmel, der kommt…
 
Die Randnotiz des Schweizer Pfarrers Kurt Marti ist eher ein sprödes Warngedicht als ein lockerer Mitsingtext.
 
Die fünf Strophen erzählen vom "Himmel, der kommt". Gott kommt uns entgegen, während die Herren dieser Welt abtreten.
 
Ein neues Lied, das die "befreiende Erinnerung" an den Hauptstrom der biblischen Botschaft wach hält. Es ermutigt, sich auf die verändernden Kräfte der Gottes- und Menschenliebe einzulassen.
Der Himmel, der ist

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In den beiden ersten Strophen steht die Bitte des Vater Unsers: "Dein Reich komme" im Mittelpunkt. In den weiteren drei Strophen wird die zentrale Botschaft Jesu: "Das Himmelreich ist unmittelbar nahe herangerückt" und Bilder aus dem letzten Kapitel der Offenbarung des Johannes entfaltet.
 
Bedeutsam ist, dass der Dichter die Bitte des Vater Unsers in Beziehung setzt zum mutigen Wort des ehemaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann (1899-1974).
 
Anlässlich der Schlusskundgebung des zweiten Deutschen Evangelischen Kirchentages 1950 in Essen sagte er kurz und bündig: "Eure Herren gehen, unser Herr aber kommt!"

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Gedanken zur Melodie
Klein ist der Tonraum der Weise, sechs Tonstufen nur. Klein auch die Form, drei Zeilen genügen. Ruhig die Bewegung der fließenden Viertelnoten, die jeweils am Zeilenende zur Ruhe kommen. Nur die dritte Zeile hebt mit einer Halben an.
 
Nichts Aufdringliches, nichts Überwältigendes begegnet uns hier. Nichts Mitreißendes, sondern Aufmerksamkeit und Zartheit durchströmt die dorische (Dorisch ist eine der vier alten Kirchentonarten) Weise des Frankfurter Kirchenmusiker Wilfried Heurich.
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Der Himmel, der ist

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