Gedanken zum Text
In fünf Strophen wird Psalm 23 nachgedichtet.

Dieser wohl bekannteste Psalm ist das Bekenntnis eines Menschen vor ca.3000 Jahren im alten Israel. Es sind Worte, die tiefes Vertrauen zu Gott zum Ausdruck bringen.

Vielleicht war der Sänger ein Hirte, denn er verwendet für seine Vertrauensworte die Bilder, die ihm vertraut sind. Dabei wird keine Hirtenromantik erzählt, sondern im Hintergrund sind sehr konkrete Gefahren. Der Sänger lebt nicht auf einer idyllischen Insel, er ist unterwegs auf einem gefahrvollen Lebensweg. Er versteht sich als Wanderer, dem auch finstere Schluchten nicht erspart bleiben.

Was ihn dabei trägt, ist das gläubige Wissen um die Hirtenschaft Gottes. Die Worte besingen, in das Bild des Hirten gekleidet, das unermüdliche Heilshandeln Gottes am geliebten Menschen.

Der Herr, mein Hirte, führet mich

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Mit der zweiten Strophe wechselt das Bild. Nicht mehr vom Hirten ist die Rede, sondern vom Gastgeber. Gott gewährt dem verfolgten und bedrängten Menschen Gastfreundschaft. Er deckt ihm, dem Asylsuchenden, den Tisch in seinem Haus und füllt ihm den Becher.

Trotz erlebter Feindschaft lässt Gott ihm Gutes zukommen, ja, er macht ihn zum König, schenkt ihm neu längst verloren geglaubte Würde.

Der Sänger dieses Liedes will uns zum Glauben an diesen Gott der Güte und Treue ermutigen, zum Vertrauen auf ihn einladen, gerade auch im Dunkeln und in der Bedrängnis.

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