Befiehl du deine Wege


Gedanken zur Melodie
Erst seit dem 18.Jahrhundert wird das Lied nach der Melodie von Bartholomäus Gesius gesungen, vermittelt durch Georg Philipp Telemann, 1730.

Sie verläuft in gleichmäßig strömendem Fluss und erstreckt sich über acht Töne.

Der melodische Verlauf der ersten vier Zeilen ist ein ständig kreisendes Auf und Ab. Große Sprünge werden jedoch vermieden und ein ruhiger Charakter ist, trotz aller Bewegung, zu verspüren.

In der 5. Zeile erreicht die Aufwärtsbewegung ihren Höhepunkt und bei "Luft" (1.Str.) wird ein einziges Mal die obere Oktave angeschlagen. Bis zum Melodieende ist eine ruhige, stufenweise absteigende Linie zu erkennen, die aber immer wieder durch aufsteigende Melodieteile lebendig unterbrochen wird.

Der Grundton "d" erscheint nur in der ersten und letzten Note und bindet die Melodie zu einem großen Bogen zusammen. Sie verströmt eine getroste und seelsorgerliche Wirkung.

Der erste Psalmton (Dorisch) prägt die Weise, obwohl auch der d-moll Charakter mit sehr freizügiger Benutzung in verwandte Tonarten nicht zu überhören ist.

Ornament